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1322 Schlacht bei Ampfing - Ich war dabei !!!

Beinahe zwei Jahre verbrachte ich als aktiver Teilnehmer mit den Vorbereitungen für das Freilichtspiel "1322 Die Schlacht bei Ampfing".

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Begriffe wie: "einmalig", "unvergesslich" oder "unvergleichlich" können nur unzureichend die gemachten Erfahrungen beschreiben. Die Menschen, welche ich in diesem Zeitraum kennenlernen sowie begleiten durfte, haben sich unauslöschlich in mein Gedächtnis eingebrannt. Diese Erinnerungen, welche keine Bildersammlung oder Videoblog je befriedigend wiedergeben könnte, werden mich für immer begleiten.

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Die Legende wurde in Ampfing geboren und ich wurde zum Teil dieser Legende.

Ritter

Renaissance der Kultur in unserer Region

In der Zeit der Corona-Pandemie 2020/21 kam es zum kulturellen Stillstand in unserer Region. Weder Theater noch Volks-, noch Gaufeste oder Veranstaltungen kleinerer Vereine konnten während des sogenannten "Lockdowns" stattfinden. Schauspieler und Regisseur Moritz Katzmair hielt dies aber nicht davon ab seinen Traum eines Freilichtspiels, welches die Geschehnisse der letzten deutschen Ritterschlacht ohne Feuerwaffen zwischen Ludwig IV. von Bayern und Friedrich dem Schönen von Habsburg, Realität werden zu lassen

 

Er wagte mit vielen Unterstützern das Unmögliche und ein ganzes Dorf ließ sich von diesem Fieber mitreißen. Die Gemeinde Ampfing und ihre Einwohner beeindruckten mich dabei am meisten. Die Spielfreude, Geduld, Mut, Fleiß und Ausdauer - also viele ritterlichen Tugenden halfen bei der Umsetzung dieser Vision und viele Ampfinger erfasste dieses Fieber. Mich faszinierte es dies zu beobachten und auch ein Teil dieser Gemeinschaft zu werden.

Ampfing -
ein ganzen Dorf dreht durch !

Viele ehrenamtliche Helfer und Mitwirkende fanden sich zusammen um den Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Natürlich trennte sich in dieser langen Zeit aus verschiedenen Gründen so mancher von der Truppe, jedoch blieb der Kern bei der Fahne. Wir ermöglichten das, was viele als unmöglich oder sinnlos verwarfen. Sogar kritische Stimmen mischten sich in den Chor der Zweifler, die aufgrund der Geschehnisse in der Ukraine von diesem Unterfangen abrieten. Doch es ging uns in diesem Theaterstück nicht um die Darstellung einer blutigen oder brutalen Schlacht, sondern vielmehr um die Wiedererlangung von Frieden und Freundschaft. Trotz der vielen Menschenleben, welche dieser Kampf forderte, bewahrten die beiden Kontrahenten ihre familiäre Zuneigung, da sie ja Vettern waren. Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne blieben nach der Schlacht lebenslange Freunde. Nie wieder sollte es zwischen Bayern und Österreichern zu einem Bruderkrieg kommen! Dies ist die eigentliche Botschaft dieses Schauspiels.

Ein voller Erfolg ! 

Es waren drei Wochenenden geplant, es wurden vier! Es waren sämtliche Vorstellungen ausverkauft! Das Wetter spielte immer mit und ersparte uns kostspielige Ersatzvorstellungen. Es gab keine größeren Zwischenfälle und abgesehen von einigen leichten Platzwunden und sonstigen Schrammen kamen alle mit bester Gesundheit durch diese Festspiele. Kurz und gut war alles ein voller Erfolg und wir genossen die positiven Rückmeldungen aus dem Publikum, den sozialen Medien und der regionalen sowie überregionalen Presse.

am letzten Wochenende am Tag der letzten Vorstellung nahmen wir noch die Einladung der Stadt Mühldorf war und besuchten mit unserem Ensemble den Internationalen Trachten- und Schützenzug. Bei unserem Auszug auf das Volksfest zeigten wir unseren Schaukampf und erfreuten das Mühldorfer Publikum mit unseren Jubelrufen. 

Doch wie mit allen schönen Dingen, ging auch dieses unvergleichliche Erlebnis an diesem Tag zu Ende. Der Ausklang nach dem letzten Applaus wurde gebührend gefeiert und so manche Träne vergossen. Die Wege mögen sich ab jetzt trennen, jedoch versprachen viele von uns weiter in Kontakt zu bleiben. Wir alle werden diese Zeit niemals vergessen und als Teil dieser Legende weiter die Bewahrer des Feuers sein.

 

Es war mir eine Ehre und Vergnügen ! 

 

 

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