++ WIE ICH LERNTE COVID-19 ZU LIEBEN ++


27. April 2020 / 38. Tag der beschränkten Ausgangssperre


Hurra! Wir dürfen wieder Shoppen! Ein wesentlicher Lebensinhalt vieler Bundesbürger ist ab heute wieder Möglich. Für viele war dieser Verzicht die größte Herausforderung, da er bei vielen Menschen ein Leeres Gefühl, ja ein Loch im Bauchraum verursachte das mit keinem anderen Zeitvertreib oder Ablenkung gestopft werden konnte.



Ein wesentlicher Bestandteil des westlichen Materialismus ist ja bekanntlich der Konsum von Gütern und Luxusartikeln, die man eigentlich nicht zum Überleben braucht, die man sich aber leisten möchte. Die Nachfrage bestimmt im Kapitalismus das Angebot des Marktes und hinter der raffiniert getarnten Verbraucherinformation versteckt sich stets das Erwecken neuen Verlangens.


„Homo consumens“ steht seit jeher in Zentrum des Kapitals, ist sein Sklave und Knecht. Wir haben diese Lebensform freiwillig gewählt und werden uns aus dieser Knechtschaft nur dann befreien können, wenn wir diesen Materialismus überwinden. Kommunismus, Nationalismus und Sozialismus haben den selben Ursprung, alle jene Ideologien verführten die Menschen in der Vergangenheit und Gegenwart zu den immer gleichen Fehlern, wegen ihnen wurden und werden Kriege geführt, sie sind Verantwortlich für Schmerz, Leid und Tod. Doch es würde jetzt zu weit führen diese Kritik des Westens hier weiter auszuführen.


Nun hat unsere Regierung zur genüge ausgelotet, wie weit sie in diesem Punkt gehen kann und wird aus dieser Erfahrung ihre Schlüsse für die Zukunft ziehen. Was wird von den Auswirkungen der durchlebten Konsumkarrenz am Ende übrig bleiben?

Jetzt ist der Konsum wieder König. Damit ist der soziale Frieden wieder einigermaßen gesichert, vorbei die Zeit der totalen Verunsicherung. Natürlich gibt es noch die Bürgerrechte der freien Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit und der freien Entfaltung. Man nimmt aber gerne deren Verzicht in Kauf, wenn dafür dieses Loch im Bauch mit Konsum stopfen kann. Wenn wir ehrlich sind war der Untergang der DDR keine Frage der Reisefreiheit, sondern eine reine Geldfrage. Der Westen kaufte die DDR einfach auf, deren finanzieller Bankrott nicht nur offensichtlich sonder auch rein materiell eine unleugbare Realität war.


Wir sehen jetzt, dass es oft nur eine Frage der Zeit ist bis die Stimmung einer Gesellschaft kippt deren Begierden nicht ausreichend befriedigt werden. Sie flüchtet irgendwann dorthin, wo sie die Möglichkeiten hat diese Begierden zu stillen. Unsere Zivilisation ist in dieser Hinsicht sehr anfällig und die Oberfläche ist brüchig, auf deren Errungenschaften wir alle ja so stolz sind. Nun hat unsere Regierung zur genüge ausgelotet, wie weit sie in diesem Punkt gehen kann und wird aus dieser Erfahrung ihre Schlüsse für die Zukunft ziehen. Was wird von den Auswirkungen der durchlebten Konsumkarrenz am Ende übrig bleiben? Wir werden es erleben, ob die Zeit der Entbehrung eine Veränderung in unserem Konsumverhalten zurücklässt.

Nun gehen aber erst mal die Gebote und Verhaltensregeln in die nächste Runde. Mund- und Nasenschutz im öffentlichen Leben werden sehr schnell zur Routine für uns werden. Diese „Maulkörbe“ erfüllen nicht einmal einen effektiven Selbst- sondern stellen lediglich einen Fremdschutz für unsere Mitbürger dar. Es ist wiederum ein Experiment, welches erst an seinem Anfang steht. Wie weit kann man gehen? Wie lange lässt sich eine Gesellschaft gängeln bevor sie auf die Barrikaden geht. Es ist wie vor 2000 Jahren immer noch das gleiche Spiel, nur die Unterhaltungsmöglichkeiten haben sich geändert. Damals wie heute gilt das Motto: „Panem et circenses“, Brot und Spiele haben sich nur in ihrer Form, jedoch nicht in ihrem Inhalt verändert.


Nur zu! Lasst die Spiele beginnen!

GOD SAVE THE SOUTH! BLEIBT´S GSUND !


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